Werbeslogan – selten dämlich!

“Der schlauste Telefonanbieter”
Was will uns dieser aktuelle Slogan, der zur Zeit mehrmals täglich über den Bildschirm flimmert, denn sagen: Endlich mal wieder einer auf dem Markt, der den Verbraucher über den Tisch zieht? Endlich mal wieder einer, dessen Kleingedrucktes auch mit Lupe nicht zu entziffern ist und der schlau genug ist, im großen Meer der Gutgläubigen auf Kundenfang zu gehen?
Auf jeden Fall keiner, der eine Werbeagentur mit Durchblick engagiert hat ;-)

Die dümmsten Bauern…

… haben die größten Kartoffeln.

Ganz so einfach ist es anscheinend nicht: Der Brite Peter Glazebrook hält laut dem Guinessbuch der Rekorde den Rekord für die längste Rote Beete, die schwerste Kartoffel und – seit September ganz aktuell – auch den Weltrekord für die schwerste Zwiebel mit 8,15 Kilogramm Gewicht.

“Eine Kartoffel von 3,8 Kilo oder eine Zwiebel von 8,15 Kilo Gewicht erzielt man nicht, indem man im Frühjahr pflanzt und im August einen Weltmeister zu ernten hofft”, gab Glazebrook in einem Interview jüngst zu Protokoll.

Die “Anleitung” zur Zucht von Riesengemüse finden interessierte Hobbygärtner in der Ausgabe der “Welt” vom 3.10.2011. Ich wünsche allen Motivierten “Gutes Gelingen!”

Bindestrich (Divis) oder Gedankenstrich?

Binde- und Gedankenstrich – nur ein kleiner Längenunterschied!

Das (kurze) Divis wird richtigerweise verwendet als:

  • Bindestrich bei Koppelungen (Freiherr-vom-Stein-Str.),
  • Ergänzungsstrich (Vor- und Nachteile),
  • Bindestrich in Verbindung mit Zahlen (der 100-jährige Kalender) oder einzelnen Buchstaben (s-förmig),
  • bei der standardisierten Darstellung eines Datums 2011-09-22,
  • bei substantivisch gebrauchten Infinitiven mit mehreren Bestandteilen
    (zum Aus-der-Haus-Fahren),
  • als Trennstrich am Zeilenende.

Der (lange) Gedankenstrich dagegen:

  • kündigt etwas Folgendes, oft Unerwartetes an (Komm schnell – aber komm nicht allein),
  • grenzt Zusätze oder Nachträge vom übrigen Text ab (das blaue – oder hier besser gesagt weiße – Wunder),
  • kann, zwischen 2 Sätzen eingefügt, einen Wechsel verdeutlichen („Komm bitte mal her!“ – „Ja, sofort.“),
  • wird außerdem bei tabellarischen Aufzählungen verwendet.

 

“Krach mache ghört zum Gschäft”…

… so heißt es in einem umgangssprachlichen (schwäbischen) Sprichwort.

Wer sich häufiger mit dem Stellenmarkt in Tageszeitungen beschäftigt, stolpert immer häufiger über Berufsbezeichnungen, die nichts als Fragezeichen in den Augen hervorrufen:
Was z.B. ist ein ‘Knowledge Navigator’? Logisch, ein Lehrer.
Was tut ein ‘Environment Improvement Technician’ oder ‘Facility Manager’? Er kümmert sich um alle Belange in Sachen Instandhaltung und Instandsetzung im Hausbereich – also ein Hausmeister.
Und wurde früher ein/e Sekretär/in gesucht, so wird heute nach einem ‘Head of verbal communications’ gefragt.

Aber zugegeben, es hört sich toll an!

C wie Zukunft?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,776660,00.html

C wie Zukunft – Ah ja???

Die aktuelle Wahlkampfkampagne der CDU Mecklenburg-Vorpommern treibt so manchem Bürger die (Lach-)Tränen in die Augen.

C wie Zukunft – haben unsere Politiker bei der letzten Rechtschreibreform vielleicht irgend etwas missverstanden? Oder haben die Bürger gar die neueste Reform selbst verpasst?

CDU-Generalsekretär Vincent Kokert verteidigt den aktuellen Slogan: “Wir haben gehofft, in die Diskussion zu kommen. Es hat funktioniert.”

Stimmt und die Deutschen haben endlich wieder was zu lachen. Nur leider sollte man eines nicht vergessen: Diese Partei regiert unser Land!  ;-)